Die Entstehung der Schartenberghexen

 

Begonnen hatte es im Jahr 1992 als eine Clique bestehend aus ehemaligen Messdienern, Jungturnern vom heimischen Turnverein und weitere Jugendliche aus der ganzen Umgebung die närrischen Tage gemeinsam auf unterschiedlichsten Fasnachtsveranstaltungen unterwegs waren. Nach dieser Fasnachtskampagne kam die Idee auf bis zur nächsten Fasnachts-Saison etwas eigenes auf die Beine zu stellen. Diese Idee wurde auch gleich mit Begeisterung aufgenommen und so trafen sich 18 jugendliche Gründungsmitglieder im März 1992, um diese Idee zu verwirklichen.

Die Frage für welches Häs man sich entscheiden sollte, wurde schnell beantwortet. Eine Hexe solle es sein, hatten doch drei der Gründungsmitglieder bereits Erfahrungen mit dieser Art von Häs in anderen Vereinen gesammelt. Mit großer Begeisterung, die Euphorie der letzten Kampagne noch in Erinnerung ging man an das Werk heran. Der erste Schritt war die Wahl eines Organisationsteams, das die Gründung des Vereines in die Hand nehmen sollte.

Dieses Team, dem Caroline Feist, Sandra Störk, Uwe Oser und Jürgen Meier (heute Jürgen Lauten) angehörten, kümmerte sich zuerst einmal um die Zunftkleider und Hexenmasken. Ein Bildhauer, für das Schnitzen der Holzmasken zuständig, fertigte Skizzen und Zeichnungen an, um zu visualisieren, wie die späteren Masken aussehen sollten. Die Gründungsmitglieder trafen sich daraufhin im Mai 1992 zum zweiten Mal und entschieden gemeinsam über das Aussehen der Masken und über die Farben und Stoffe für die Zunftkleidung. Nun wurden erste Arbeitsgruppen gebildet, die sich um spezielle Bereiche, wie z.B. den Hexentanz oder den Hexenwagen, kümmern sollten. Carmen Eberle und Judith Meier studierten beispielsweise den ersten Hexentanz ein, der am 13.02.1993 dann bei der Turnerfasenacht des TVE uraufgeführt wurde. Die Hexenbütt wurde von der Hexenwagen-AG entworfen und zusammengebaut. Ein alter Holzleiterwagen wurde aus Neusatz „importiert“ Die dazu passende Holzbütt stammte vom „Hahne-Fritz“ aus Müllenbach.

 

Doch der Verein brauchte auch Bares in der Kasse, mussten doch sehr viele „Erst“-Anschaffungen getätigt werden. Man organisierte daher zwei Rock-Events mit der damals gerade aufblühenden fast einheimischen Party-Band „Work Out“. Es klappte alles hervorragend und man erkannte, dass sich hier ein tolles Team entwickeln würde. Die Einnahmen dieser Veranstaltungen waren die erste Finanzspritze für den neuen Verein.

 

Noch im September 1992 saß man zusammen, um eine Satzung für den neuen Verein auszuklügeln. Die fertige Satzung wurde dann der Gründungsversammlung vorgelegt und einstimmig angenommen. Aus der ersten Wahl zum Zunftrat gingen damals hervor: Oberzunftmeister Jürgen Meier (heute Lauten), Zunftmeister Sandra Späth, Säckelmeister Frank Steurer, Protokollant Caroline Feist (heute Wäldele), Zeremonienmeister Uwe Oser und als Beisitzer Sandra Störk und Carmen Eberle. Die Satzung wurde danach beim Amtsgericht Bühl zur Eintragung unserer Zunft in das Vereinsregister eingereicht.

 

Die Hexenmasken konnte man Anfang Dezember in Empfang nehmen. Die Zunftkleider wurden durch das Ehrenmitglied und Hexenmutter Dora Meier genäht. Es entstand außerdem die Idee in der nächsten Fasnachtskampagne einen Hexenball zu veranstalten. Die Vorbereitungen liefen auf allen Ebenen auf Hochtouren. Mitte Januar war es dann soweit. Alles war bereit für die erste Fasnachts-Kampagne. Die Gruppe wurde mit Bild und Bericht der Öffentlichkeit vorgestellt.

 

Der allererste Umzug, an dem die neugegründeten Schartenberghexen teilnahmen, war das allseits bekannte Narrentreffen in Oberkirch. Erstmals wurde der Narrenbaum, am 17.02.1993 gestellt. Bei Glühwein wurde der Schlüssel zum Rathaus übergeben und die Hexen vergnügten sich beim Sprung über das Feuer. Danach wurde der Schulkeller zu einem Hexenkeller umfunktioniert. Am Schmutzigen Donnerstag zog man erstmals mit den Schul- und Kindergartenkindern durch Eisental, um die Bevölkerung närrisch zu wecken. Der erste Hexenball fand am 19.02.1993 statt. Die gute Vorarbeit, aber auch das entsprechende Programm mit der „Work Out Band“, den HC-Dancers und den Altschweirern Tanzmäusle garantierten eine volle Halle. Es folgten die Umzüge in Seelbach bei Lahr, in Bühl, Bühlertal und in Achern. Mit dem Narrenbaumfällen endete die erste Fasnachtskampagne der Schartenberghexen.  

 

 Gruppenbild 2014

   

   

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